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China blockiert Zugang zu Google News


Reporter ohne Grenzen: Suchmaschinenbetreiber ist Komplize der Zensoren in Peking



Die chinesische Staatsführung lässt die englischsprachige Content-Integrationsseite "Google News" blockieren. Das gab die Menschenrechtsorganisation "Reporter ohne Grenzen" heute in Paris bekannt. Zugleich beschuldigte die Organisation den Suchmaschinenbetreiber Komplize der Zensoren in Peking zu sein: Bereits seit zehn Tagen würde Nutzern aus dem Land der Mitte der Zugang zu der Nachrichtenseite verwehrt, kurz nachdem eine vorzensierte chinesischsprachige Version von "Google News" von dem US-Unternehmen freigeschaltet wurde.

Wie Nutzer aus China in Internet-Foren berichten, ist ein Zugriff auf die englische Sprachversion der Nachrichtenseite nicht mehr möglich. "China zensiert Google News um Internet-Nutzer zu zwingen, die chinesische Version der Seite zu nutzen, die zuvor von den meisten kritischen Inhalten gesäubert wurde", so Reporter ohne Grenzen. "In dem sie zustimmten, einen Newsservice zu starten, der regierungskritische Inhalte ausspart, lässt sich Google von Peking benutzen."

Laut "Reporter ohne Grenzen" wurde schon beim Start von "Google News China" eine entsprechende Stillhaltevereinbarung vereinbart. Bei den chinesischen Portalen Sina.com, Sohu.com und NetEase.com ist eine entsprechende Selbstzensur seit langem üblich. Auch Google lockt der 111 Millionen-Nutzermarkt offensichtlich mehr, als die Einhaltung der eigenen Unternehmensmaxime "Make Money without doing evil". (as)


[ Dienstag, 30.11.2004, 16:59 ]